Der Argentinier

sur Der Argentinier de Klaus Merz

In seiner aus einer fernen Tiefe leuchtenden Novelle Der Argentinier erzählt Klaus Merz die Geschichte eines Abenteurers: von einem Schweizer, der in Argentinier das Weite suchte und dem Tango verfiel, um am Ende zu seiner Jugendliebe Amelie in die Schweiz zurück- und ganz in sich einzukehren. Klaus Merz legt diese Geschichte raffiniert einem Ich-Erzähler in den Mund, der eigentlich ein Zuhörer ist. Er schreibt die Geschichte auf, wie sie ihm von der Enkelin dieses Argentiniers erzählt wird. In der Erzählperspektive spiegelt sich der Kernsatz dieses leichten und vielschichtigen Textes: «Erzählen und erzählen lassen». Klaus Merz schafft ein vielschichtiges Textgeflecht, mit Dokumenten wie Fotografien und Notizen, die historische Schlaglichter auf die Schweiz und Argentinien nach dem Zweiten Weltkrieg werfen; Heimat und Fremde lassen sich gleichzeitig als mythische Zonen lesen, die aus Klaus Merz’ schlafwandlerischem Gefühl für den Tanz der Motive, für den Rhythmus der Sprache, für das Poetische im Zusammenspiel der Wörter heraus wachsen. (Christine Lötscher)

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