Ganz oben

sur Ganz oben d’Andrea Gerster

Olivier Kamm ist Anfang vierzig, Rechtsmediziner und ganz oben – aber dann passiert »es«: Er befindet sich in einem geschlossenen Raum. Ganz unten kämpft er darum, aus dieser Situation – welcher eigentlich? – herauszukommen. Kamm glaubt sich in Haft, und so versucht er, sich mit Plädoyers freizusprechen, er wendet sich an das »Hohe Gericht«, er gesteht seine Fehler. Kamm stellt sich seiner Mutter, später seinem Vater, mit beiden tut er sich auch noch als Erwachsener – immer noch Sohn – schwer. Auch in diesem dritten Roman geht Andrea Gerster ganz nahe an ihren Protagonisten heran, Genauigkeit in der Sprache und Konsequenz in der Geschichte entwickeln einen mitreißenden Sog.

(Liliane Studer, Viceversa 8, 2014)

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