«Die Geschichte fängt da an, wo ich nicht mehr wusste, wo ich war, und trotzdem redete, als wüsste ich es», sagt Edgar Zweigensatz im vierten dieser sechs Prosastücke und gibt preis, was ihnen allen gemein ist: Sie sprechen von Ortslosen und «homeless», für die es keinen richtigen Ort gibt und die doch an der Hoffnung festhalten, einen zu finden. Sie finden ihn nur mehr in «Zweigensätzen» wie Alois, der als verurteilter Mörder zum Selbstmörder wird: «Ich bin mein Zuhause», behauptet er. Aber für ihn wie für all diese Ausgesonderten stimmt eher, was Hans, der in die USA vertriebene Halbjude, sagt: «Man hat mich früh umhergeirrt.» In diesen Figuren und ihren Sätzen zeigt sich das, was uns Kunst heute nach Jaeggis Worten kostbar macht: «das Irrige und das Ausserhalbsein, das Unfassbare und das Unregelmässige.» (Daniel Rothenbühler)