In seinem fünften Roman entwirft der französisch-schweizerische Autor eine politische und ästhetische Utopie als literarische Antwort auf die zeitgenössischen Träume von Genügsamkeit, Solidarität, Zusammenleben. Die Hafenstadt Mahashima lässt mit ihrer »warmen Atmosphäre, die zum Lächeln bringt und das Misstrauen schmälert« an Marseille denken. Ryoshu bindet Kinderbücher, die seine Frau Shakudo schreibt. Sie leben in einer egalitären Gesellschaft in fragilem Gleichgewicht – eine geglückte Neugestaltung der unseren, nachdem sie eine Revolution von der »List der Tempel und Paläste« befreit hat. Die Vergangenheit steigt jedoch im Gedächtnis des Erzählers auf, als er in einer Vollmondnacht zu den Gefilden seiner Kindheit wandert. Die japanisch anmutenden Orts- und Personennamen verweisen auf die östliche Philosophie, deren zyklische Vorstellung der Geschichte dieser Erzählung zugrunde liegt. (Anne-Lise Delacrétaz in Viceversa 17, 2023. Traduzione Ruth Gantert)