In drei Hefte gliedert Eva Deck ihr lyrisches Debüt. Hefte, die auch Tagebücher heissen könnten. Das lyrische Ich bleibt darin ganz bei sich. Das geliebte Du, ein Aufenthalt im kalten Berlin, die täglichen Irritationen werden knapp protokolliert. Harmonie kommt dabei freilich nicht auf. Welt und Intimität geraten einander in die Quere: die Lektüre der Nachrichten wird gestört durch das auslaufende Badewasser. So durchkreuzt die Autorin immer wieder subtil die Innenschau und lässt sich selbst daran zweifeln, ob das alles in Sprache auszudrücken wäre. Die «innere unruhe» ist im Grunde nichts, aber immer da, schreibt sie. (Beat Mazenauer)