Arthur Honegger
Arthur Honegger (1924–2017) wurde am 27. September 1924 in St. Gallen geboren. Er erlebte eine schwere Kindheit: als uneheliches Kind wurde er Pflegeeltern im Zürcher Oberland zugewiesen und mit 14 Jahren kam er in ein Heim. Anschliessend führte er ein Leben als Verdingbub und war Knecht bei einem Bauern. Drei Jahre verbrachte Honegger in einer Arbeitserziehungsanstalt. Nach der Entlassung versuchte er sich in vielen Berufen und war als Kellner, Knecht und Parteisekretär tätig. Der Durchbruch als Journalist gelang ihm als Redaktor beim Boulevardblatt «Blick» [Nahost Berichterstatter während des Sechstagekrieges] und beim «Diner's Club Magazin». Arthur Honegger war zeitweise freier Schriftsteller. Seit den siebziger Jahren lebte Arthur Honegger in Krummenau im Toggenburg, wo er ein Haus für sich und seine Familie gebaut hatte. Dort wurde er wieder zum Politiker: Von 1991 bis 2000 sass er im St. Galler Kantonsrat. Seine Kinder- und Jugendjahre sind wesentlich für das Verständnis des literarischen Werks, gaben sie doch den äusseren Anlass zum Schreiben. Vor allem das Debüt Die Fertigmacher (1974) strotzt vor Authentizität und enthält sehr viel Autobiographisches. Immer wieder findet sich in Honeggers Büchern sein besonderes Gespür für Aktualität. Der Roman Wenn sie morgen kommen aus dem Jahre 1977 wurde für das DDR-Fernsehen verfilmt (1981). 2013, in hohem Alter, schrieb er noch den Text für den Chor einer Symphonie des Komponisten Thomas Traxel. Bis zu seinem Tod am 15. August 2017 lebten Arthur Honegger und seine Frau im Alters- und Pflegeheim in Nesslau.
Die Fertigmacher. Roman. Zürich, Benziger, 1974 | Neuauflage mit Anhangteil. Frauenfeld, Huber, 2004 La redresse. Roman. Traduction de Gilbert Musy. Lausanne, En bas, 1976 Freitag oder die Angst vor dem Zahltag. Roman. Zürich, Benziger, 1976 Wenn sie morgen kommen. Roman. Frauenfeld, Huber, 1977 Der Schulpfleger. Roman. Frauenfeld, Huber, 1978 Der Ehemalige. Roman. Frauenfeld, Huber, 1979 La débattue. Roman. Traduction de Gilbert Musy. Lausanne, En bas, 1982. Der Nationalrat. Roman. Frauenfeld, Huber, 1980 Schneekönig. Frauenfeld, Huber, 1980 Alpträume. Roman. Frauenfeld, Huber, 1981 Wegmacher. Roman. Frauenfeld, Huber, 1982 Der Schneekönig und andere Geschichten aus dem Toggenburg. Frauenfeld, Huber, 1982 Der Weg des Thomas J. Roman. Frauenfeld, Huber, 1983 Ein Flecken Erde. Frauenfeld, Huber, 1984 Das Denkmal. Frauenfeld, Huber, 1985 Dobermänner reizt man nicht. Roman. Frauenfeld, Huber, 1988 Armut. Roman. Frauenfeld, Huber, 1994 Bernies Welt. Roman. Frauenfeld, Huber, 1996 Der fremde Fötzel oder Die Wahl in den grossen Rat. Frauenfeld, Huber, 1992 Zwillinge. Roman. Frauenfeld, Huber, 2000 Bühler. Roman. Frauenfeld, Huber, 2002 Götti. Roman. Frauenfeld, Huber, 2006 Der rote Huber. Reportagen. Frauenfeld, Huber, 2007 Der Schulpfleger. Roman. Frauenfeld, Huber, 2008 Bedrohliche Tage. Roman. Frauenfeld, Huber, 2009 Wovon ich rede. Gegen alle Widerstände , ein autobiographisches Protokoll. Eglisau, Elfundzehn, 2012 Arme Mutter - Goldenes Kind. Eine Mutter-Tochter-Geschichte zwischen Armut und Reichtum. In Zus.arbeit mit Verena Schoch Karr. Eglisau, Elfundzehn, 2013