Cécile Lauber

Cécile Lauber wurde am 13. Juli 1887 in Luzern als achtes und jüngstes Kind einer wohlhabenden Familie geboren. Der Vater, Dr.ing.h.c. Hermann Dietler, war solothurnischer Regierungsrat und Nationalrat, bevor er als erster Gotthardbahndirektor 1882 nach Luzern übersiedelte. Lauber besuchte die Schulen in Luzern und bildete sich anschliessend künstlerisch weiter: Sie widmete sich der Malerei und Bildhauerei und betrieb Musik- und Sprachstudien in Lausanne, sowie in Italien und England. Lauber unternahm Reisen in Europa und nach Afrika. Im Jahre 1913 folgte die standesgemässe Heirat mit Dr. Werner Lauber, dem späteren Bundesrichter am Eidg. Versicherungsgericht in Luzern. Das Paar lebte in Lausanne, zog aber 1918 in Cécile Laubers Heimatstadt Luzern. Der Ehe wurden zwei Kinder geschenkt. Nun widmete sich die Lauber mit ganzer Leidenschaft der Dichtung und war zudem malerisch tätig. Im Jahre 1922 erschien der erste Roman. Bereits 1911 waren frühe Erzählungen im «Sonntagsblatt des Bund» veröffentlicht worden. Laubers vielschichtiges Schaffen erlangte überregionale Bedeutung. Die stark autobiographischen Texte lassen die Menschlichkeit der Autorin erkennen. Sie lassen Sprachlose zu Worte kommen. Die gesammelten Werke der Autorin erschienen noch zu Lebzeiten. Cécile Lauber starb am 16. April 1981 in Luzern.