Gertrud Wilker

Gertrud Wilker wurde am 18. März 1924 als Tochter des Oberzollbeamten Max Hürsch in Solothurn geboren. Aufgewachsen ist sie in Bern, wo sie auch die Schulen besuchte und im Jahre 1946 die Maturaprüfungen erfolgreich ablegte. Wilker studierte anschliessend Germanistik, Kunstgeschichte und Psychologie in Bern, Paris und Zürich. Sie schloss ihre Studien mit dem Erwerb des Doktortitels 1950 ab. Gertrud Wilker war fünf Jahre als Deutschlehrerin an der Neuen Handelsschule Bern tätig, ehe sie mit Mann und Kindern in die USA zog. Der durch eine Gastprofessur ihres Mannes bedingte Aufenthalt in Übersee dauerte von 1962 bis 1964. Literarisch verarbeitet ist er in Wilkers bekanntestem Buch Collages USA. Ein Bericht von 1968. Zehn Jahre später nahm ihr Leben eine entscheidende Wende. Eine unheilbare Krankheit wurde diagnostiziert und Wilker hatte mit schweren Depressionen zu kämpfen. In dieser Situation begann sich die Autorin intensiv mit Leben und Tod zu beschäftigen. Schreiben empfand sie dabei als befreienden Vorgang. Die Atheistin Wilker wendete sich in ihren letzten Lebensjahren der jüdischen Mystik zu, was sich auch in ihrem Werk verfolgen lässt. Gertrud Wilker starb am 25. September 1984 in Herrenschwanden (Kanton Bern).