Ein Dichter aus Langenthal schreibt englische Lyrik – was eigenartig anmutet, lässt sich aus der Biographie von Daniele Pantano erklären. In den USA literarisch ausgebildet hat er dort auch sprachlich eine Zuflucht vor der Unbeugsamkeit der Muttersprache gefunden. Die erstmalige Auswahl im Deutschen verblüfft durch ihre breite Formpalette, die Pantano souverän beherrscht. Mit grimmiger Freude am schöpferischen Chaos erblickt er Welten, in denen Verfall, Verstörung und Tod lauern. In Schichten, Splittern und Spiegelungen fängt er sie ein und verwandelt sie in Zeilen von morbider Schönheit. Jürgen Brôcan übersetzte sie in nahem Kontakt mit dem Autor ins Deutsche. (Beat Mazenauer)