In Andreas Münzners WG-Roman dreht sich alles um Stehle. Der neue Mitbewohner ist ein Unikat: linkisch, anspruchslos, unangepasst, schräg. Von seinem Dachkämmerchen aus greift er unmerklich in die Privatsphäre seiner Mitbewohner ein, bis sich das Leben des Ich-Erzählers Robert im Chaos auflöst. Stehle ist eine Figur mit subversivem Potenzial, dennoch gerät die mit beiläufiger Leichtigkeit erzählte Geschichte etwas gar harmlos. (Christa Baumberger)